LinkedIn Publishing: Die Funktionen im Überblick

Das Wachstum von LinkedIn schreitet weiter stark voran.

Allein in den letzten drei Monaten stieg die Nutzerzahl im DACH-Raum um 1 Million. Das bedeutet, dass über 16 Millionen Menschen hierzulande LinkedIn nutzen. Weltweit sind es mittlerweile sogar über 722 Millionen Nutzer. Damit ist LinkedIn momentan auf dem besten Weg den großen Konkurrenten XING im deutschsprachigen Raum einzuholen, die mit knapp 20 Millionen Nutzern noch einen kleinen Vorteil haben. Die 5 wichtigsten Fakten zu den Businessnetzwerken haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Als enormer Wachstumstreiber für LinkedIn könnte sich auch das vielfältigere Publishing erweisen. Denn hier hat sich in den vergangenen zwei Jahren einiges getan, nicht nur was die Funktionen und Möglichkeiten angeht. Vor allem auch die Nutzeraktivität hat sich auf LinkedIn wesentlich intensiviert: So werden beispielsweise eine Million Stunden E-Learning pro Woche auf LinkedIn konsumiert oder 55 Bewerbungen pro Sekunde eingereicht.

In unserem Blogbeitrag haben wir daher alles Wissenswerte rund um das Veröffentlichen von Content auf LinkedIn gesammelt.

 

LinkedIn Publishing: Know Your Goal

Wie bei allen Marketingmaßnahmen gilt natürlich auch für LinkedIn, Ziele klar zu definieren. Also: Was ist das Ziel für den Social Media Kanal und vor allem für das Unternehmen? Machen Sie sich deutlich, warum Sie LinkedIn nutzen möchten. Denn letztendlich geht es darum, die richtigen Personen mit den richtigen Inhalten zu erreichen.

LinkedIn wird zunehmend als Reichweitenkanal angesehen. Reichweite ist wichtig, klar. Jedoch sind in den wenigsten Fällen möglichst viele Follower das richtige Ziel. Die Inhalte sollen potentielle Kunden, Partner oder Bewerber erreichen – und nicht möglichst viele LinkedIn Nutzer. Im Endeffekt gehören diese nicht zur eigentlichen Zielgruppe, die Streuverluste sind groß.

Des Weiteren ist es wichtig, die Erwartungen seiner potentiellen Leser zu kennen. Während Facebook-Nutzer gerne von Freunden unter Beiträgen markiert werden oder Instagram-Beiträge per DM geteilt werden, suchen LinkedIn Nutzer zu

  • 59% nach Karriereverbesserungen,
  • 55% nach neuen (Job-)Chancen und sie wollen
  • 40% von Führungspersonen und Branchen-Experten lernen.

 

On top: Die Interaktion auf LinkedIn ist 1,7-mal höher als auf Facebook oder Twitter!

 

Die richtige Funktion nutzen

Eine nahtlose Integration von redaktionellen Artikeln in den Feed bietet sowohl für LinkedIn als auch für die Nutzer ein deutlich höheres Potential. Daher wurde die ausgelagerte App „LinkedIn Pulse“, eine Art Blog-Tool mit Beiträgen von LinkedIn-Mitgliedern, im Jahr 2015 komplett webbasiert von LinkedIn aufgenommen. Daraus ist das sogenannte LinkedIn Publishing entstanden.

Wer LinkedIn erfolgreich nutzen möchte, muss wissen was am besten funktioniert, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe für sich gewinnen zu können. Und hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • das Teilen von Inhalten, wie Beiträge oder Links und zum anderen
  • die Artikel-Funktion.

Sowohl für Personal Brands als auch für Unternehmensaccounts ist ein Redaktionsplan ratsam. In diesem Plan wird festgelegt, wie viele Beiträge und wie viele Artikel auf LinkedIn veröffentlicht werden sollen. Unsere 10 Tipps zum Arbeiten mit einem Redaktionsplan helfen dabei zusätzlich weiter!

Artikel auf LinkedIn erinnern an Blogs, grenzen sich aber sowohl im Look als auch beim Ziel stark von eigentlichen Unternehmensblogs ab. Artikel werden im Profil veröffentlicht und im Feed verbreitet. Wenn die potentiellen und bestehenden Kontakte mit dem Post interagieren, gewinnt dieser an Reichweite, wodurch das Netzwerk in der relevanten Zielgruppe wächst.

Doch LinkedIn ist nicht nur für Reichweite, sondern auch für Traffic ein interessanter Kanal. Traffic ist jedoch nicht das primäre Ziel eines LinkedIn-Artikels. Im Fokus steht die direkte Ansprache der Zielgruppe und der relevante Mehrwert, der durch den Inhalt entsteht. Nichtsdestotrotz kann durch Verlinkungen bei Anzeigen, Beiträgen oder auch bei nativen Artikeln Traffic generiert werden.

 

LinkedIn-Artikel erstellen – so geht’s!

Im Gegensatz zu herkömmlichen LinkedIn-Beiträgen sind LinkedIn-Artikel ausführlicher. Mit unserer kurzen Checkliste klappt es auch mit Ihrem ersten Artikel im Handumdrehen:

  • Der Content passt in das professionelle LinkedIn-Umfeld, spricht die Zielgruppe an und spiegelt Fachkenntnisse wider.
  • Die Themenauswahl kann sich über viele Themengebiete erstrecken: aktuelle Debatten und Trends, gemeisterte oder bevorstehende Herausforderungen oder auch ergriffene Chancen, etc.
  • Headline, Keywords und Teaser müssen sitzen (mehr dazu später). Auch andere Elemente, wie Links und Snippets für Zitate oder Referenzen, können in den Text integriert werden – sofern sie dem Leser einen Mehrwert liefern.

 

Shares und Interaktionen sind entscheidend

Da LinkedIn ein Social-Business-Network und damit ein Empfehlungsnetzwerk ist, funktioniert der Algorithmus so, dass Beiträge eine wesentlich größere Reichweite erlangen, wenn man mit ihnen interagiert und sie teilt.

Daher sind die Headline, Keywords und ein knackiger Teaser essentiell für die Performance eines Postings.

  • Nehmen Sie die wichtigsten Keywords zu Ihrem Thema in den Text auf.
  • Erstellen Sie knackige und passende Headlines sowie Teasertexte
  • Entwickeln Sie „Thumb Stopper“, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen

 

Der Mix macht’s

LinkedIn-Artikel stellen ein spannendes Format dar. Da die mobile Nutzung aber immer stärker in den Vordergrund rückt und sich dadurch die Anzahl der Artikel reduziert hat, geraten sie, zumindest was die Frequenz betrifft, ein wenig ins Hintertreffen.

Und so, wie auch in allen anderen sozialen Netzwerken, ist die Kombination der richtigen Zielsetzung mit einem ausgeglichenen Content-Mix für das erfolgreiche Publishing auf LinkedIn entscheidend.

Eine effiziente Mischung der verschiedenen Content-Formate, die Auswahl der für die Zielgruppe relevanten Themen und der Einsatz von LinkedIn-Anzeigen ist dabei essentiell!

Wenn Ihr Unternehmensblog eine wichtige Rolle spielt, sollten sich Ihre Beiträge mit Links und aussagekräftigen Beschreibungen und Hashtags konzentrieren. Neben Videos können gezielt platzierte Artikel das LinkedIn Publishing abrunden, um das Netzwerk auszubauen und die relevante Zielgruppe anzusprechen.

 

Wie Sie die verschiedenen Formate optimal nutzen

LinkedIn-Beiträge mit einem Bild erzielen laut LinkedIn doppelt so viele Kommentare als Beiträge ohne Bild. Das Bild sollte zum Text passen und das Format 1.200 x 627 Pixel haben.

Um die Blicke im Feed auf sich zu lenken, sind Videos sehr effektiv. Dabei unterstützt LinkedIn alle gängigen Dateitypen, die eine Maximalgröße von 5GB nicht überschreiten. Die minimale Dateigröße beträgt 75KB. Zudem darf das Video nicht länger als 10 Minuten sein. Der Auflösungsbereich beginnt bei 256×144 Pixel. Die maximale Auflösung liegt bei 4.096 x 2.304 Pixel. Berücksichtigen Sie hierbei die mobile Nutzung.

Für Link-Posts zieht sich LinkedIn automatisch Informationen von der Landingpage und generiert ein Bild für die Linkvorschau, welches ebenfalls 1.200 x 627 Pixel misst. Der Text, inklusive Hashtags bei einem Link-Post ist auf 1.300 Zeichen begrenzt.

Zudem besteht die Option, Dokumente mit einer maximalen Größe von 100 MB auf LinkedIn zu teilen. Hierbei sind die Formate PDF, PPTX und DOCX möglich. In einigen Fällen macht es allerdings mehr Sinn, die potentiellen Leser über einen Link auf die Website zu führen, um dort die umfangreicheren Informationen zur Verfügung zu stellen.

Die bereits angesprochenen LinkedIn-Artikel können als reiner Textbeitrag geteilt werden, sollten aber mit einem Titelbild und weiteren visuellen Elementen, wie beispielsweise Artikelbildern oder Videos, inhaltlich aufgewertet werden.
Das Cover des Artikels hat eine Größe von 700 x 400 Pixel. Die maximale Größe der visuellen Elemente im Artikel liegt bei 2.000 x 600 Pixel.

 

Sie tun sich schwer daran, die richtige Strategie und den richtigen Marketing-Mix für einen erfolgreichen LinkedIn-Auftritt Ihres Unternehmens zu entwickeln? Wir greifen Ihnen gerne unter die Arme und freuen uns auf den virtuellen Austausch!