Headless CMS: Die kopflose digitale Geheimwaffe?

Texte, Bilder, Videos: Unternehmen verbreiten eine Vielzahl von Inhalten in Content-Management-Systemen – und das jeden Tag. Bisher galt die Website als die Plattform schlechthin für die Bereitstellung von Content. Doch die Digitalisierung und neue Kommunikationswege wie Blogs, Apps und Wearables erfordern ein Umdenken bei der Aufbereitung und Verwaltung von Daten für diverse Touchpoints. Hilfreich dabei kann ein Headless CMS sein. Aber: Was ist das überhaupt?

 

Headless CMS: Abhängigkeit von CMS, Inhalt und Frontend adios

Bei einem Headless CMS werden Inhalt, Layout und Design im Content-Management-System (CMS) strikt voneinander getrennt. Das bedeutet, dass Inhalte style-unabhängig gespeichert und erst im Frontend formatiert werden. Dieser Content kann somit aus dem Backend – ohne weiteres Zutun – beispielsweise auf verschiedenen Websites und gleichzeitig über ein IoT-Gerät ausgespielt werden.

 

Die Technik dahinter

Ein Headless CMS funktioniert technisch so: Die Content-Daten werden in einer Datenbank (z. B. MySQL) im Backend gespeichert. Diese werden nun vom Headless CMS mittels einer REST-API einer Applikation im Frontend zum Abruf bereitgestellt. Zum Einsatz können verschiedene Programmiersprachen und Technologien kommen: Von React über vue.JS oder Angular ist alles möglich! Mit einem Headless CMS könnte somit eine Website in PHP und eine iOS-App in Swift entwickelt werden. Der große Vorteil: Die Verwaltung und standardisierte Bereitstellung der Daten wird über das Headless CMS gesteuert. Folglich können verschiedene Clients und Programmiersprachen diese einheitlich im JSON-Format abrufen. Keine Sorge: Es können selbstverständlich Berechtigungen vergeben werden, damit Ihre Daten nicht über eine öffentliche API einsichtbar sind!

 

Vor- und Nachteile eines Headless CMS

Vorteile

  • Content Creator setzen ihren Fokus auf den Inhalt, getreu dem Motto „Content first“.
  • Der Inhalt kann flexibel über verschiedene und beliebig viele Medien ausgegeben werden.
  • Das Headless CMS agiert unabhängig von einer Plattform, die Daten werden via REST-API bereitgestellt.
  • Die verwendete Programmiersprache kann frei gewählt werden.
  • Frontend-Designer können ihrer Kreativität freien Lauf lassen, denn sie sind nicht an ein bestimmtes CMS oder eine Programmiersprache gebunden. Auch die Verwendung von Frontend-Frameworks (z. B. Angular oder Vue) ist möglich.
  • JAMstack wird ebenfalls unterstützt, wodurch einer Entwicklung mit JavaScript, APIs und TML-M nichts mehr im Wege steht.
  • Das große Plus: Der Inhalt kann für jedes Gerät und jeden Marketing-Kanal ausgespielt werden.
  • Auch dynamische Abfragen sind kein Problem. Somit können Inhalte einer Website nachgeladen werden, ohne die komplette Website neu zu laden.

 

Nachteile

  • Headless CMS haben kein klassisches Frontend, d. h. Layouts können nicht gestalterisch angelegt werden. Hierfür ist entweder ein Aufsatz als Ergänzung zum Headless CMS notwendig oder ein eigens entwickeltes Frontend.
  • Bei der komplexen API-Konfiguration für z. B. Zugriffsrechte kann es ggf. zu Sicherheitsproblemen kommen.
  • Auch beim Ausspielen von personalisierten Inhalten kann es zu Schwierigkeiten kommen, wenn das Backend mit unvollständigen Informationen über die User versorgt wird.
  • Mehrere Systeme im laufenden Betrieb sorgen für einen höheren Organisationsaufwand beim Beachten der individuellen Software-Anforderungen.

 

Unser Fazit

Ein Headless CMS könnte die beste Wahl sein, wenn Inhalte auf mehreren verschiedenen Kanälen veröffentlicht werden sollen. Egal ob aktuelle News von der Website auch in Social Media und Mitarbeiter-Apps verbreitet werden oder Mitarbeiter ortsunabhängig mit Datenbanken arbeiten, mit einem Headless CMS ist dies möglich. Unser Fazit: Eine echte digitale Geheimwaffe.

Sie wollen noch mehr zum Headless CMS erfahren? Hier entlang zu unserem Whitepaper. Sie möchten noch heute umsteigen? Wir prüfen gerne individuell, ob der Umstieg auch für Sie sinnvoll ist.