LinkedIn: So funktioniert das Account Targeting

Begleiten Sie Ihre Zielkunden entlang der Kaufentscheidung – und generieren Sie mehr Top-Leads auf LinkedIn!

LinkedIn bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten: die bekannten Follower Ads, gesponsorte Stellenanzeigen, um direkt auf die Jobbörse von LinkedIn zu verweisen, oder auch Carousel Ads. Mit all diesen Werbemöglichkeiten können Zielgruppen exakt targetiert und anschließend explizit angesprochen werden.

Wir haben uns mit dem spannenden Thema Account Targeting auf LinkedIn näher auseinandergesetzt und die wichtigsten Infos für Sie in diesem Blogartikel zusammengetragen.

 

Begriffserklärung Targeting

Laut Onlinemarketing-Lexikon bedeutet der Begriff „Targeting“ seine Zielgruppe genau zu bestimmen, um eine Kampagne mit möglichst geringen Streuverlusten an die passenden Nutzer auszuspielen und die Wahrscheinlichkeit der Conversion-Generierung dadurch entscheidend zu erhöhen.

Zudem strebt der Marketingansatz des gezielten Targetings an, über Content-Angebote und ansprechende Werbeanzeigen mehrere Kontakte gleichzeitig anzusprechen. Relevant ist dies vor allem für jene Werbetreibende, die große Auftraggeber auf ihr Unternehmen aufmerksam machen und gleichzeitig mehrere relevante Personen mit speziell zugeschnittenen Anzeigen ansprechen möchten.

Und hier kommt nun LinkedIn ins Spiel. LinkedIn Advertising ist im B2B-Bereich sowohl für das Marketing als auch für den Vertrieb sehr interessant. Aber nicht ganz kostengünstig: Die gezielte Ansprache bedarf nämlich einem Werbebudget von mindestens 10.000 US$! Dies stellt im B2B-Bereich für qualifizierte Leads allerdings keine große Summe dar.

92% der B2B-Marketer sehen Account-Based-Marketing (ABM) als eine relevante Technik, die sie für ihr Unternehmen verwenden. Außerdem geben 85% der Unternehmen, die eine ABM-basierte Strategie implementiert haben, an, dass sie tatsächlich einen höheren Return-on-Invest (ROI) erzielt haben. Die ROI-Erhöhung lässt sich dabei auf das eingesetzte Account-Based-Marketing zurückführen.

 

Ihr Weg zum erfolgreichen LinkedIn Account Targeting

Um erfolgreiche ABM-Kampagnen erstellen zu können, bedarf es einiger Vorbereitungen:

 

Die Grundlage: Wer gehört zu meiner Zielgruppe?

Bereiten Sie eine Liste mit allen potentiellen Kunden vor. Diese Liste, die Sie als CSV-Datei abspeichern, enthält folgende Daten:

  • Firmennamen
  • Website
  • Branche
  • Börsenkürzel
  • Land, in dem das Unternehmen sitzt

Ihre Liste kann dabei aus 300 bis 30.000 Unternehmen bestehen. Empfohlen werden von LinkedIn mindestens 1.000 Unternehmen, um die Reichweite und Auslieferung Ihrer Kampagne nicht zu beeinträchtigen.

Marketer waren schon immer in der Lage Unternehmen auf LinkedIn über Anzeigen direkt anzusprechen. Es gab jedoch bisher einige Grenzen, wie beispielsweise die Einschränkung, nur 100 Unternehmen pro Kampagne ansprechen zu können. Zudem musste jeder Firmenname in LinkedIn einzeln eingegeben werden. Wenn man also 500 Unternehmen ansprechen wollte, musste man fünf Kampagnen erstellen und pro Kampagne jeweils 100 Firmennamen von Hand eingeben. Diese Zeit und Mühe können Sie sich nun sparen, indem Sie einmal die Liste aufsetzen, die sich über die Zeit punktuell ergänzen lässt.

Sicherlich ist es nicht leicht, einige Tausend Unternehmen zu finden, die potentielle Kunden oder auch interessante Kontakte für Ihr Unternehmen sein könnten. Doch dafür gibt es Anbieter, wie zum Beispiel Echobot. Die Cloud Software pflegte bisher Firmendaten von über 1,8 Mio. Unternehmen in ihre Datenbank ein. LinkedIn gleicht diese dann mit den mehr als acht Millionen vertretenen Unternehmen ab und sucht automatisch die für Sie relevanten Unternehmen, die Sie gezielt ansprechen möchten, heraus. Laut Russel Glass, Head of Products bei LinkedIn, streben die Werbetreibenden in den meisten Fällen etwa zwischen 2.000 und 5.000 Unternehmen an.

Investieren Sie also Zeit: Es kann sich lohnen, die bestehende Liste in unregelmäßigen Abständen zu überarbeiten und zu verfeinern. Dadurch kann sichergestellt werden, dass Ihre Anzeigen nach wie vor den richtigen Organisationen und vor allem den richtigen Schlüsselpersonen und Entscheidungsträgern in diesen Unternehmen ausgespielt werden.

 

LinkedIn Werbeformate im Überblick

Nachdem Sie Ihre Liste erstellt haben, können Sie diese im LinkedIn Kampagnen-Manager hochladen (unter „Zielgruppe erstellen“). Der Upload der Liste kann bis zu 48 Stunden dauern. Ist der Prozess abgeschlossen, können Sie diese für Ihr Targeting-Vorhaben verwenden. Wählen Sie nun einen der LinkedIn Marketingpartner aus und schon kann es mit Ihrer Account-Based-Marketing-Kampagne losgehen!

Das LinkedIn Account Targeting ermöglicht dabei verschiedene Anzeigenformate: Es lassen sich sowohl gezielte Sponsored InMail Nachrichten versenden oder auch Sponsored Posts platzieren.

  • Die Empfänger der Direktnachricht lassen sich exakt nach Jobtitel, Branche, Unternehmensgröße, etc. targetieren, sodass man genau die Personen anspricht, die Bestandteil Ihrer Zielgruppe sind. Streuverluste sind quasi ausgeschlossen, da alle anderen Personen die Anzeigen nicht ausgespielt werden.
  • Sponsored Posts sind die klassischen Ads auf LinkedIn, wie beispielsweise Single Image Ads, Video Ads oder auch Carousel Ads, die sich ebenfalls gezielt an die von Ihnen erstellte Kundenliste ausspielen lassen.

 

Das große Thema: Datenschutz

Die Nutzung von LinkedIn Account Targeting ist laut LinkedIn DSGVO-konform. Jedoch wird darauf hingewiesen, dass Kunden, also in dem Fall die Werbetreibenden des jeweiligen Unternehmen, selbst für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bezüglich personenbezogener Daten verantwortlich sind. Das heißt: Es muss sichergestellt werden, dass Sie über das Recht verfügen, LinkedIn personenbezogene Daten für Werbezwecke zur Verfügung zu stellen.

 

Unsere Zusammenfassung

Da Account Targeting für B2B-Unternehmen die exakte Targetierung der potentiell relevanten Unternehmen ermöglicht, stellt es eine große Chance auch für Ihr Unternehmen dar. Die Kombination macht’s: Durch das Aufsetzen einer Unternehmensliste mit Unternehmen, die potentiell einen hohen Umsatz versprechen, sowie den zugehörigen Mitarbeitern, die Sie durch festgelegte Zielgruppen-Attribute genau targetieren können, werden Ihre Werbekampagnen zukünftig genau den richtigen Personen ausgespielt. Und das mit möglichst gering gehaltenen Streuverlusten!

Die wichtigsten Learnings to-go:

  • Wenden Sie sich gezielt an die Personen, die bei Ihren Ziel-Unternehmen Kaufentscheidungen treffen oder diese zumindest beeinflussen. Kombinieren Sie dafür am besten eine Account-Liste mit Targeting-Filtern, wie beispielsweise Position oder Karrierestufe.
  • Vermeiden Sie Hyper-Targeting durch zu viele spezifische Filter, um Ihre Erfolgsaussichten nicht zu schmälern. Die Zielgruppengröße sollte bei Sponsored Content und Text Ads bei über 50.000 Personen und bei Message Ads bei über 15.000 Personen liegen.
  • Um die Reichweite und Auslieferung Ihrer Kampagne nicht zu beeinträchtigen, sollte Ihre Account-Liste mindestens 1.000 Unternehmen enthalten.

 

Sie möchten einen tiefergehenden Einblick über die verschiedenen Werbe- sowie Targetingmöglichkeiten erhalten? Oder benötigen Sie konkret Unterstützung bei der Content-Definition für Ihre LinkedIn Unternehmensseite bzw. bei der Erstellung Ihrer Unternehmensliste? Wir durchleuchten gemeinsam mit Ihnen die Potentiale Ihres Unternehmens und analysieren die relevanten Instrumente, damit Sie erfolgreich LinkedIn nutzen können. Lassen Sie uns gerne gemeinsam bei einem virtuellen Kaffee dazu austauschen!