SEA oder SEO?

In guten Zeiten haben Menschen den Wunsch zu werben – in schlechten Zeiten müssen sie es tun.

Vor kurzem haben wir bereits über die Frage, ob organischer oder Paid Social Content sinnvoller ist, geschrieben. Hier war die Antwort klar: für eine strategische Contentstrategie macht das Zusammenspiel der beiden Komponenten am meisten Sinn.

Doch wie sieht das ganze beim Thema SEA und SEO aus?

Wir erklären Ihnen, auf was es dabei ankommt und, wie das Zusammenspiel der beiden Faktoren funktioniert kann. Anschließend erhalten Sie erfolgsversprechende Tipps für Ihre individuelle Strategie. Viel Spaß beim Lesen!

SEA und SEO: Was sind die Unterschiede?

Bei SEO handelt es sich um eine Vielzahl an Maßnahmen, die darauf abzielen, bessere Rankings in den organischen Suchergebnissen zu erzielen. Dazu zählen beispielsweise das Optimieren der Ladegeschwindigkeit, das Festlegen und Einbauen bestimmter Keywords, die Pflege des Backlinkprofils und vieles mehr.

Bei SEA hingegen werden bezahlte Werbeanzeigen in den Ergebnissseiten der jeweiligen Suchmaschinen geschalten. Da Google die bekannteste aller Suchmaschinen ist, wird hier meist von Google Ads gesprochen. Werbende müssen dabei für jeden Klick auf diese Anzeigen eine kleine Gebühr an Google zahlen. Daher sollte man sich bei der Auswahl der Suchbegriffe genau überlegen welche für sein Unternehmen relevant sind und wie viel ein Klick hier wert sein sollte.

 

Der Unterschied ist also klar: Auf der einen Seite wird Budget eingesetzt, um durch bezahlte Anzeigen sofort in den Suchergebnissen aufzutauchen. Dabei wird für jeden Klick und damit für jede Besucher*in gezahlt. Auf der anderen Seite hat man die Suchmaschinenoptimierung, die häufig einen sehr langfristigen Prozess darstellt, der durchaus Monate oder gar Jahre dauern kann, bis eine Seite wirklich erfolgreich performt.

Kurz die Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile SEA:

  • Schnelle Ergebnisse möglich
  • Geringe Streuverluste
  • Änderungen wirken sofort
  • Kosten sind planbar, da pro Klick bezahlt wird
  • Ermöglicht neuen Websites einen guten Start

Nachteile SEA:

  • Kein Traffic, sobald kein Budget mehr eingesetzt wird
  • Durch große Konkurrenz bei begehrten Keywords können hohe Kosten pro Klick entstehen
  • Anzeigen garantieren keine Klicks oder Conversions
  • Abhängig von Google

 

Vorteile SEO:

  • Kann nachhaltig und langfristig wirken
  • Organischer Traffic unabhängig von Werbebudget
  • In der Regel günstiger als Anzeigen

Nachteile SEO:

  • Dauert in der Regel bis Ergebnisse sichtbar werden
  • Bei starker Konkurrenz sehr aufwendig
  • Ständige Nachoptimierung notwendig
  • Keine Erfolgsgarantie

 

SEA oder SEO: Wann lohnt sich welcher Kanal?  

Bei SEA, beziehungsweise Google Ads, kann sehr schnell auf aktuelle Ereignisse reagiert werden. Wenn also ein spezielles Angebot ansteht, oder ein Produkt im Online Shop ausverkauft ist, kann man direkt reagieren und eine spezielle Anzeige schalten, oder eine laufende Anzeige deaktivieren.

SEO hingegen bezieht sich eher auf die langfristige Ausrichtung Ihres Unternehmens und der damit verbundenen Content Strategie Ihrer Website.

Daher macht vor allem am Anfang ein Zusammenspiel der beiden Kanäle Sinn.

 

SEA und SEO: 3 Tipps für Ihre erfolgreiche Kampagne

Tipp 1: Keyword-Analyse für Googl Ads nutzen

Keywords sind Ihr Key! Nicht nur für die Suchmaschinenoptimierung, sondern auch für den überwiegenden Teil aller Google-Ads-Kampagnen. Dabei sollte man sich folgende Fragen stellen:

  1. Gibt es Suchbegriffe, die für SEO Maßnahmen aufgrund niedrigen Suchvolumens bereits aussortiert wurden?
  2. Welche sind die Top-Keywords im organischen Bereich?
  3. Wo besteht bereits eine hohe organische Relevanz zwischen Suchbegriff und Landingpage?
  4. Welche neuen Keywords können das Keyword-Portfolio im SEA-Bereich ergänzen?
  5. Gibt es für die Kund*innen relevante, informationsbasierte Keywords, die über SEA beworben werden sollten?

 

Tipp 2: URL-Struktur abstimmen

Neben fehlerhaften Links und Weiterleitungen spielt die URL-Stuktur eine entscheidende Rolle in der Zusammenarbeit von SEA und SEO.

Ein mögliches Problem können verschiedene Farbvarianten von Produkten im Online Shop darstellen. Wenn die bestehende URL-Struktur die verschiedenen Farbvarianten nicht abdeckt, verändert sich der Link nicht.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Nutzer*innen auf der allgemeinen Produktseite ohne Farbauswahl landen, selbst wenn sie nach konkreten Farben für das jeweilige Produkt gesucht haben.  In Google Shopping kann das Produkt ebenfalls nicht in der gesuchten Farbe angezeigt werden, wenn für die jeweilige Farbvariante keine individuelle URL existiert.

Wenn also der Wunsch besteht, die URL-Struktur zu verändern, sollte dies unbedingt auch mit dem SEO-Team abgestimmt werden.

 

Tipp 3: Click- und Conversion-Rates betrachten

Eine Gemeinsamkeit von SEA und SEO ist, dass beide Bereiche auf Content setzen, dessen Klick- und Conversion-Rates messbar sind. Im SEA-Bereich sind dies die Suchanzeigen, im SEO-Bereich die Snippets.

Man sollte also darauf achten, ob es bestimmte Informationen, Verkaufsargumente, Call-to-Actions oder Anzeigen-Erweiterungen gibt, die im SEA-Bereich für gute Klick- und Conversion-Rates sorgen. Reagieren Interessent*innen auf bestimmte Preisangaben, Reduzierungen oder ähnliches in den SEO-Snippets?

Anhand dieser Erkenntnisse lassen sich sehr gut Anhaltspunkte finden, um Texte umzuformulieren und so die Gesamtperformance von SEA und SEO zu pushen.

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen das Zusammenspiel von SEA und SEO näherbringen konnten und Sie nun über die Wichtigkeit der beiden Faktoren in Kenntnis sind.

Sie wollen Ihre Website sichtbar machen, Ihnen fehlt aber die richtige Strategie? Kontaktieren Sie uns gerne!